Polizei verbot Rechtsradikalen-Treffen in Köln

ORF.at 20 September 2008

Die deutsche Polizei hat gestern eine Kundgebung rechtsgerichteter Islam-Gegner in der Innenstadt von Köln verboten. Die Polizei reagierte damit auf immer neue Gewalt zwischen rechten Islam-Gegnern und linken Gegendemonstranten, auch sechs Polizisten wurden verletzt.

"Die Sicherheit unserer Kölner geht vor", sagte schließlich ein Polizeisprecher. "Wir können nicht zusehen, wie ein paar hundert Besucher dieser Veranstaltung sehenden Auges in eine Schlägerei rennen."

Zu der Veranstaltung, das von deutschen Medien als Rechtsradikalen-Treffen bezeichnet wird, war auch eine Delegation der FPÖ angereist.

Ausschreitungen am Rande

Der Großteil der Proteste gegen Pro Köln verlief zwar friedlich, Linksautonome bewarfen am Rande der Gegendemonstration Polizisten mit Steinen, Brandsätzen und Chinaböllern und versuchten sogar, ihnen die Pistolen zu entwenden. Die Polizei drängte die teils vermummten Angreifer mit Schlagstöcken und einer Reiterstaffel zurück. Sechs Polizisten wurden verletzt. 15 Autonome wurden festgenommen und etwa 500 vorübergehend in Gewahrsam genommen.



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