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Die Moschee zwischen den Plattenbauten
NZZ Online 17 Oktober 2008
In Berlin-Pankow ist am Montag im Beisein politischer Prominenz die erste Moschee auf ostdeutschem Gebiet eröffnet worden. Während das Gotteshaus der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft von allen grossen Parteien begrüsst wird, hat sich auch Widerstand organisiert.
Polizeiautos, Blinklichter und Absperrungen an der Tiniusstrasse im Berliner Stadtteil Pankow: Hier, in dieser öden Vorstadtgegend, umgeben von Tankstellen, Schnellstrassen und Plattenbauten, wird an diesem Donnerstagabend die Chadidscha-Moschee eröffnet, und da es um sie in den letzten Jahren etwelches Gezerre gegeben hat, gehen die Ordnungshüter auf Nummer sicher. Dass die Moschee der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft das erste muslimische Gotteshaus auf dem Gebiet der ehemaligen DDR ist, hat vielleicht etwas vorschnell Befürchtungen geweckt. Werden die Menschen in einem Land, in dem bis heute hohe Arbeitslosigkeit herrscht und die Fremdenhasser der Rechtsaussenparteien oft gut ankommen, die Muslime tolerieren?
Wortkarger Vorbehalt
Durchaus, wie es scheint, doch gewiss nicht ohne Vorbehalte. Ein Ehepaar aus Lichterfelde ist extra hergereist, um sich das «riesige» Gotteshaus anzuschauen, und ihre im Stakkato abgefeuerten Fragen – «Wer hat ihnen das bezahlt? Befürworten sie nicht Zwangsehe und Polygamie? Muss man sich das gefallen lassen?» – sind eigentlich Antworten. Eine Frau Mitte vierzig, die «hier in der Gegend» wohnt, rühmt die «friedliebende, ruhige» Art (...)





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