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Fall Sarrazin: Prominente Juden pro Meinungsfreiheit
Christoferuswerk eV. Pressemeldung 16 Oktober 2009
Von Felizitas Küble
Jüdische Schriftsteller und Wissenschaftler protestieren gegen linke Gesinnungsdiktatur
Die politisch sicherlich robusten Äußerungen Thilo Sarrazins über mangelnde Integration von Türken und Arabern sowie ähnliche Probleme haben das rote Meinungskartell in seine gern zelebrierte Empörungshysterie versetzt.
Das bleibt immer häufiger nicht ohne handfeste Folgen für Opfer der Gesinnungsdiktatur in Deutschland - auch Bundesbankvorständler Sarrazin wurde weitgehend entmachtet, wobei ihm sein SPD-Parteibuch durchaus nichts nützt - auch „Genossen“ haben mittlerweile vor der veröffentlichten Meinung strammzustehen und ohne Wenn und Aber zu spuren.
Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert zwar Meinungsfreiheit, dient aber zunehmend nur noch für Sonntagsreden und als Stoff für schulische Sozialkunde. Wie anders soll man sich sonst die Entrüstungs-Eskalationen erklären, die immer dann unsere Republik ergreifen bzw um sich greifen, wenn jemand es wagt, sich ohne Mithilfe von Antifa und Cem Özdemir seines eigenen Verstandes zu bedienen - frei nach Kant und ohne Zensurschere im Kopf.
Wer die Meinungsfreiheit Sarrazins verteidigt, stimmt nicht automatisch all seinen Äußerungen zu, die zum Teil polemisch formuliert, zum Teil auch inhaltlich nicht hieb- und stichfest sind, etwa hinsichtlich seiner Kosovo-Bemerkung oder familienpolitischer Details.
Doch in seinen Kernaussagen hat Sarrazin bestehenden Konfliktstoff zutreffend dargestellt, über den hierzulande kaum noch öffentlich diskutiert werden darf, wodurch die realen Probleme nicht beseitigt, sondern durch Verdrängung und Lösungsverweigerung vergrößert werden, was mittelfristig noch zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen kann.
Leider ist neben der unvermeidlichen linken Jagdgesellschaft auch Stephen Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, mit billiger Polemik und absurden Hitler-Vergleichen aufgefallen, obwohl er sich im Interesse der politischen Kultur und insbesondere auch der Juden lieber mehr zurückhalten sollte, zumal seine Kommentare nicht selten durch peinliche Dreistigkeit auffallen.
Jene Juden (und es sind die meisten), die mit dieser stickigen roten Meinungsdiktatur hierzulande nichts am Hut haben, fühlen sich von Kramers Entgleisungen keineswegs vertreten. Einige Promis probten gottlob den Aufstand, darunter Ernst Cramer, seit Jahrzehnten geschätzt als Kommentator der "Welt" und anderer Zeitungen.
Auch andere Juden brachen eine Lanze für Sarrazins Meinungsfreiheit, unter ihnen der "querdenkende" Schriftsteller Henryk Broder, der eindeutig erklärte, daß Sarrazin auch inhaltlich weitgehend im Recht sei, da vor allem die Einwanderung von Türken und Arabern zu großen gesellschaftlichen Problemen führe.
Ähnlich Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Buchautor und Historiker aus München: auch er hat Tacheles geredet, die Meinungsfreiheit entschieden verteidigt, handfeste Konfliktfelder benannt und überdies öffentlich erklärt, daß er sich als Jude "schämt" für das, was Kramer nicht zum ersten Mal an politischem Unsinn losläßt. Daher fordert er die Zentralrats-Vorsitzende Charlotte Knobloch auf, nicht länger "wegzusehen", wenn ihr Generalsekretär sich vergaloppiert.
Auch Ralph Giordano, Verfasser des seinerzeit vieldiskutierten Buches „Die zweite Schuld oder Von der Last, Deutscher zu sein“, dürfte kaum im Ruf rechtsradikalen Gedankenguts stehen. Der jüdische Autor verteidigt Sarrazin in der Sache, wobei er freilich zu Recht bemängelt, daß dieser sich im Ton vergriffen habe. Klar sei aber, so Giordano: «Sarrazin beschreibt die Wirklichkeit so, wie sie ist - und nicht, wie seit vielen Jahren von der politischen Korrektheit dargestellt. Der Sozialstaat wird nicht fertig mit Problemen, die er selbst geschaffen hat.“
Der jüdische Protest gegen den Zentralrats-Generalsekretär hat dazu geführt, daß Kramer seinen Hitler-Vergleich öffentlich zurücknahm und in dieser Causa kleinere Brötchen backt, wenngleich er weiter mit der Rassismus-Keule um sich wirft. Dennoch ist dies ein erster Erfolg des bewundernswerten geistigen Aufstands jüdischer Schriftsteller und Wissenschaftler pro Meinungsfreiheit und gegen linke Gesinnungstyrannei in unserem Land.
Felizitas Küble
Vorsitzende des Christoferuswerks eV.
Das Christoferuswerk ist eine als gemeinnützig anerkannte Aktionsgemeinschaft katholischer und evangelischer Christen, die 1971 von Günter Stiff (Münster) gegründet wurde und sich für christliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzt.
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