Hauptschülerin von türkischem Mitschüler sexuell belästigt

Salzburger Fenster 17 November 2009

Vater musste deshalb seine Tochter aus der Schule nehmen Wochenlang wurde eine Hauptschülerin aus Salzburg von einem türkischen Mitschüler massiv sexuell belästigt. Geholfen hat ihr niemand, die Direktorin der Schule warf ihr sogar vor, selber schuld zu sein, da sie "sich schminkt".

Tanja S. mit ihrem Vater Gerhard bei einer Sportveranstaltung: Er hatte Anzeige wegen sexueller Nötigung gegen einen Mitschüler erstattet, nachdem die Schulleitung dem Mädchen selbst die Schuld zugeschoben hatte.

Tanja (Name geändert) befindet sich noch Wochen später in psychotherapeutischer Behandlung, nur langsam arbeitet sie die schockierenden Erlebnisse auf, die sie als einziges nicht-muslimisches Mädchen in ihrer früheren Hauptschul-Klasse erleiden musste. Ein 13-jähriger türkischer Mitschüler habe ihr täglich an die Brust und zwischen die Beine gegriffen oder sein Geschlechtsteil an ihr gerieben und obszöne Bemerkungen gemacht, erzählt das Mädchen. Zu Hause traute sich Tanja lange nicht darüber zu sprechen, erst als ihre Noten immer schlechter wurden, sind die Eltern der Sache auf den Grund gegangen. Eine Vorsprache bei der Schulleitung brachte kein Ergebnis, die Direktorin meinte sogar, das Mädchen sei selber schuld weil sie sich auffällig schminke und modisch kleide. Eine Anzeige des Vaters bei der Staatsanwaltschaft brachte auch nichts, die Ermittlungen wurden eingestellt, weil der Bub mit 13 noch strafunmündig ist. Der Vater sah dann nur noch die Möglichkeit, seine Tochter mitten im Jahr aus der Schule zu nehmen. Seit sie eine andere Hauptschule besucht, ist es auch mit den Noten wieder steil aufwärts gegangen.

Mädchen Freiwild?

Die Opferschutz-Organisation "Weißer Ring" bestätigt, dass dies kein Einzelfall ist. Einer der Hintergründe für das Verhalten türkischer Burschen gegenüber Mädchen – vor allem wenn sie nicht ihrem Glauben und ihrer Volksgruppe angehören – sei das antiquierte Frauenbild in vielen traditionellen türkischen Familien, sagt die türkische Soziologin Necla Kelek im SF-Interview auf Seite 10. "Türkische Buben lernen nicht Achtung und Respekt, sondern wie man sich durchsetzt", sagt Kelek, "Frauen sind Privateigentum, haben keinerlei Rechte (...)