Schweinfurt: Vater tötete Tochter mit 68 Messerstichen - Mädchen wollte den "muslimischen Weg nicht mitgehen"

Nürnberger Nachrichten 25 November 2009

SCHWEINFURT – Fünf Monate nachdem er seine Tochter mit einem Fleischermesser getötet hat, hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt einen Familienvater wegen Mordes angeklagt. Der 45 Jahre alte Türke soll die schlafende 15-Jährige aus Ärger über deren Lebenswandel und aus Angst um die Ehre seiner Familie mit 68 Messerstichen umgebracht haben.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, muss nun das Landgericht Schweinfurt entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Dem Mann droht bei einem Schuldspruch eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kaufmann vor, die 15-Jährige Ende Juni heimtückisch ermordet zu haben. Der mutmaßliche Täter konnte kurz nach der Tat festgenommen werden. Er hat das Verbrechen wenig später gestanden. Als Motiv gab der Inhaber einer Döner-Bude an, «er habe Probleme damit gehabt, dass seine Tochter nicht den muslimischen Weg mitgehen wollte», erklärte damals ein Polizeisprecher. (...)