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UK Maulkorb für britische Polizisten
Kopp Verlag 8 Februar 2010
Von Michael Grandt
In Großbritannien sollen sich Polizisten öffentlich nicht mehr zu schweren Verbrechen und sozialen Problemen äußern dürfen, um die Bürger nicht zu verängstigen. Polizisten sollen der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.
So war das bisher auch in Großbritannien. Doch jetzt scheinen die Beamten eine ganz andere Wirkung auf die Bürger zu haben. Sie wurden deshalb von ihren Dienststellen angewiesen, in der Öffentlichkeit nicht mehr über Verbrechen zu reden, um die Menschen nicht zu erschrecken. Die Anweisung kommt von ganz oben.
Ganz offiziell hieß es aus dem Innenministerium: »Wenn die Beamten öffentlich über die steigende Kriminalitätsrate sprechen, können die Menschen den Eindruck gewinnen, die Polizei macht keinen guten Job.«
Dabei kämpft das Ministerium seit Jahren darum, das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitskräfte zu erhöhen. Derzeit liegt es nur bei 49 Prozent und soll bis im Jahr 2012 auf 60 Prozent gesteigert werden. Zu gesprächige Polizisten passen da nicht ins Bild. Im Bericht des Innenministeriums heißt es:
»Gespräche über soziale Probleme und schwere Verbrechen können Ängste erzeugen, aber auch die Arbeit der Polizei diskreditieren. Zudem gibt es Hinweise, dass Menschen, die sich nicht mehr sicher fühlen, die Polizei dafür verantwortlich machen (...)




