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Hartes Vorgehen gegen Milli Görüs zeigt Wirkung
Nachrichten - AOL.de 9 Februar 2010
Führende Vertreter der umstrittenen Organisation "Islamische Gemeinschaft Milli Görüs" ziehen sich von wichtigen Ämtern zurück. Offenbar reagieren sie damit auf den wachsenden Druck der Sicherheitsbehörden. Die hatten mehrere Razzien bei Milli Görüs durchgeführt. Die Spitze der Organisation wird verdächtigt, religiöse Spenden veruntreut zu haben.
Breitschultrig, grimmig und schwer bewaffnet marschierten die Polizisten des Sondereinsatzkommandos auf, durchsuchten Büroräume, wirbelten Papiere durch, beschlagnahmten Aktenberge und brachen alles auf, was sich nicht sofort öffnen ließ. Draußen vor den Türen bewachten derweil ebenso kräftige Kollegen ihre Mannschaftswagen und ließen sich von den rein zufällig eingetroffenen Kamerateams großer Fernsehsender filmen. Am Bildrand sah man später verschüchterte Gläubige, die sich vorsichtig an den stämmigen Beamten vorbeizuschlängeln versuchten.
Es war eine Demonstration der Stärke, die der Staat vor allem im Dezember 2009 vor und in den Büroräumen der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) in Kerpen und Köln vornahm – bei der vorläufig letzten Aktion gegen die "größte deutsche Islamistenorganisation" (so der Verfassungsschutz).
Trotzdem ist nach wie vor die Einschätzung verbreitet, die Sicherheitsbehörden seien "zu lasch", um den Islamisten das Wasser reichen zu können. Nicht nur in Zeitungskommentaren und Talkshows, auch in Urteilssprüchen deutscher Richter tauchte diese Ansicht schon auf. Tatsächlich dürfte diese These allerdings ergänzungsbedürftig sein (...)




