Unruhen in London: Nacht der Migrantengewalt im Stadtteil Tottenham

Kopp Online 8 August 2011
Von Udo Ulfkotte

Nachdem die britische Polizei den 29 Jahre alten afrikanisch- stämmigen Mark Duggan, einen »Gangster«, bei einem Feuergefecht erschossen hat, kam es in London-Tottenham zu schweren Migranten-Unruhen

Ein Mob, der per Twitter Verstärkung anforderte, zog durch die Straßen und zündete Polizeifahrzeuge, Busse und Geschäfte an. Mehrere Polizisten und Journalisten wurden schwer verletzt.

Mit Hilfe von Twitter und Molotow-Cocktails haben Migranten die Londoner Polizei in der Nacht zum Sonntag in Atem gehalten. Nachdem die Metropolitan-Police-Einheit CO19 bei einem Feuergefecht den Straftäter Mark Duggan erschossen hatte, zogen Migranten durch den im Norden von London gelegenen Stadtteil Tottenham und randalierten.

Sie fotografierten sich dann vor den von ihnen in Brand gesetzten Fahrzeugen und verbreiteten diese Aufnahmen per Twitter, forderten so Verstärkung an. Innerhalb weniger Minuten kam so ein gewaltbereiter Mob von 500 Mitbürgern zusammen, der plündernd und randalierend durch Tottenham zog.

Ziel der Menge war die Polizeistation von Tottenham, wo sie Gerechtigkeit für die Tötung ihres Freundes Mark Duggan forderten. Maskierte Jugendliche zündeten Polizeifahrzeuge und Busse an, warfen Molotow-Cocktails in Geschäfte. Der schwarze Mitbürger Mark Duggan hatte nach  offiziellen Polizeiangaben auf einen Polizisten geschossen.

Die Familie forderte dann Rache für den Tod von Mark Duggan und behauptete, er sei nur ein Kleinkrimineller gewesen. Polizei und Bürgermeister riefen den Mob zur Besonnenheit auf.

Spezialeinheiten mussten die Polizeistation vor der Erstürmung schützen. Eine Buchhandlung wurde angezündet, Juweliere und Elektrofachgeschäfte geplündert, Kinder trugen das Diebesgut fort. Auch Banken und Anwaltskanzleien wurden mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt.

In der High Road in Tottenham wurden alle Geschäfte geplündert. Reporter, die über die Unruhen berichten wollten, wurden bedroht, geschlagen und ausgeraubt. Der Übertragungswagen eines Fernsehsenders musste abgezogen werden, nachdem der Mob die Journalisten angriff. An den Plünderungen beteiligten sich später auch jugendliche Mitglieder osteuropäischer und pakistanischer Banden.

Dem Reporter einer Sonntagszeitung versuchten sie den Schädel einzuschlagen. Anwohner des früher ruhigen Londoner Stadtteils berichteten, es herrsche ein Zustand der absoluten Gesetzlosigkeit auf den Straßen vor ihrer Haustür.

Per Twitter verbreitete der Mob zudem den Aufruf, man wolle »Leichen« sehen. Die Nacht der Gewalt weckte Erinnerungen an frühere Migranten-Unruhen. Damals hatten maskierte Jugendliche im Stadtteil Tottenham den Polizisten Keith Blakelock mit einer Machete in Stücke gehackt.



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