Im Wortlaut: Rede von Oskar Freysinger am 3. September 2011 in Berlin

DIE FREIHEIT 5 September 2011
Von Oskar Freysinger

Berliner Treffen der Freiheitskämpfer: Am 3. September 2011 trafen sich in Berlin die Vertreter der freiheitlichen politischen Kräfte Europas:

Berlin ist eine Reise wert. Ganz besonders heute. Ganz besonders hier. Denn hier und heute soll den europäischen Völkern ein wichtiges Signal gegeben werden. Das Signal für einen europäischen Frühling! Um die Herbststimmung in der EU auszugleichen. Damit in Europa statt Untergangsstimmung endlich Aufbruchsstimmung aufkommt! Eine Aufbruchs- stimmung im Namen der Freiheit!

Ja, ja, die liebe FREIHEIT! So heisst die Partei, die hier in Deutschland eine Alternative zu Bürokratisierung, Zentralismus, Demokratieverlust, unkontrollierter Einwanderung und Islamisierung anbietet. Eine Alternative zur Selbstabschaffung.

Lieber Berliner Freunde, ich komme heute als Nachbar zu euch. Und als besorgter Freund.

Da ich Bürger eins kleinen Landes bin, das von der EU immer stärker unter Druck gesetzt wird liegt es mir am Herzen, die wirklich demokratischen Kräfte in diesem EU-Konglomerat zu unterstützen. Nur wenn diese Kräfte überhand nehmen kann ich hoffen, dass das Grossmachtverhalten der EU aufgegeben wird und sich deren Verhältnis zur Schweiz endlich so gestaltet, wie das unter zivilisierten und respektvollen Nachbarn sein sollte.

Die Freiheit ist eine der demokratischen Kräfte auf die ich setze. Doch warum übt die EU wirtschaftlich, finanziell, juristisch und politisch einen derart massiven Druck auf mein Land aus? Aus Übermut ? Aus Gier ? Aus Neid? Das mag alles zutreffen, aber der wahre Grund liegt tiefer:

Die EUSSR erträgt es nicht, dass im Herzen des Kontinents weiterhin ein kleines Land besteht, dessen Bevölkerung noch selber über ihr Schicksal bestimmen will. Ein kleines, umsichtiges Völklein, das der Überverschuldung bisher widerstanden hat, mit der die Staaten an die Kandare der Globalisierung genommen werden sollen.

Denn das ist ja das Ziel aller globalen Finanzinstitute und des Internationalen Währungsfonds: Die Schwächung der Nationalstaaten, um sie zu ihrem dubiosen "Glück" zu führen. Da wird massenweise Volksvermögen vernichtet, damit die geschwächten Staaten zu willigen Vollstreckern eines globalen Dogmas reduziert werden können.

Wir Schweizer hassen jede Form von Bevormundung! Wir wollen keine Fremdbestimmung, keine Gängelung, keine fremden Richter! Unsere Bürger sind selbständig und phantasievoll genug, um ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen.

Stellen Sie sich das konkret vor: Da existiert an der deutschen Südgrenze ein Land, in dem das Volk zu 53% für die Ausschaffung krimineller Ausländer gestimmt hat, ein Land, in dem jede geringfügige Anhebung der Mehrwertsteuer in einer Volksabstimmung gutgeheissen werden muss. Wen wundert’s, dass in der Schweiz die Mehrwertsteuer immer noch bei acht Prozent liegt, während sie in der EU inzwischen an die 20 % erreicht hat?

Eine Studie des französischen Wirtschaftsfachmanns Yvan Blot zeigt auf, dass dort, wo direktdemokratisch über die Staatsgeschäfte abgestimmt wird, die Abgaben- und Steuerquote im Schnitt dreissig Prozent tiefer liegt als dort, wo die staatlichen Geschäfte ausschliesslich an Verwaltung und Politik delegiert werden.

Das eigene Portemonnaie verwaltet man halt umsichtiger als das Geld der anderen. Darin liegt die Zukunft des Kontinents. Nicht im weiteren Ausbau eines bürokratischen und zentralistischen Ungeheuers, das eines Tages seine eigenen Kinder verschlingen wird.

In der Schweiz liegt die Macht noch in der Hand des Volkes. Wir Helvetier konnten über den EU-Beitritt abstimmen… und sahen weise davon ab. Im Nachhinein erweist sich dieser Entscheid als grosses Glück.

Wie ging das in Deutschland vor sich? Da beschlossen volksferne Eliten für ihr Volk. Dieselben Eliten, die auch den Euro einführten, der auf einen Schlag einen Kaufkraftverlust von 30% für den deutschen Durchschnittsbürger mit sich brachte.

In der Schweiz müsste auch die etwaige Einführung des Euro vom Volk abgesegnet werden. Das Resultat können Sie sich lebhaft vorstellen.

Der starke Franken wäre dann zwar kein Problem für unsere Exportwirtschaft mehr, aber wir stäken wie die anderen in der Euro-Falle drin und müssten finanziell für völlig marode Staatssystem bluten, wie das der deutsche Steuerzahler seit Jahren tut. Dann lieber flexibel bleiben und weiterhin selbständig wirtschaften.

Direkte Demokratie bedeutet, dass jedes vom Parlament beschlossene Gesetz dem fakultativen oder obligatorischen Referendum unterliegt und nichts über den Köpfen der Leute hinweg beschlossen werden kann. Direkte Demokratie bedeutet, dass entschlossene Bürger Initiativen lancieren können, die mit 100 000 Unterschriften versehen, dem Volk vorgelegt werden müssen. Dies gibt den politischen Entscheidungen eine viel grössere Legitimität als üblichen Parlamentsbeschlüssen. Niemandem in der Schweiz käme es in den Sinn, einen Volksentscheid, der von fünfzig bis siebzig Prozent der Bürger gutgeheissen wurde, in Frage zu stellen. Was das Volk beschlossen hat, gilt, und jeder hat sich daran zu halten. Punkt. Auch die Regierung. Ganz besonders die Regierung.

So auch die berühmt-berüchtigte Minarett-Initiative, deren Anti-Muezzin ich war. 58% Prozent der Schweizer Bevölkerung beschloss im November 2009, die Besetzung des öffentlichen Raumes durch die dominanten Symbole eines religiösen Dogmas zu verhindern.

Diese Entscheidung des letzten freien Volkes Europas hatte Signalwirkung. In deren Sog wurde die Verschleierung der Frauen in Frankreich und Belgien beschlossen und der Bau einer mit Saudi-Geldern finanzierten Riesenmoschee in Norwegen unterbunden. Die Dhimmi-Attitüde der Europäer erhielt einen Riss, der sich nicht wieder schliessen darf, falls die mehrtausendjährige europäische Kultur überleben soll.

Denn Europa ist mehr als ein Stück Land, mehr als ein Kontinent, mehr als die Summe seiner Länder. Europa ist eine Idee, eine kulturelle Landschaft, ein von der Geschichte geprägter geistiger Raum. Europa ist die Wiege des modernen Rechtsstaates, der Hort der Menschenrechte, der freien Meinungs-und Ausdrucksfreiheit.

Dies wird immer stärker dadurch gefährdet, dass unsere politischen Eliten vor einem religiösen Dogma den Nacken beugen, das unserer Geistesgeschichte, unseren Werten, unserem Rechtsstaat wesensfremd ist.

Dieses Dogma nagt überall, wo ihm ein Freiraum gewährt wird, an den Pfeilern unseres Rechtssystems. Dieses Dogma verlangt von seinen Gefolgsleuten totale Unterwerfung. Sie sollen sich in keinem Fall in unser Wertsystem integrieren, was einem Verrat gleichkäme und sogar mit dem Tod bestraft werden kann. Sie sollen unsere geistige Heimat erobern, sich die abendländische Welt untertan machen. Nicht mit Panzern, Raketen oder Jägern. Nicht durch brutale Umwälzung.

Nein, der Islam hat keine Eile. Er hat die Ewigkeit vor sich.

Ein langer Prozess der Zermürbung und langsamen Besetzung unserer schwächelnden, kinderarmen Gesellschaft ist vorgesehen. Die islamische Doktrin soll sich allmählich in den Alltag einschleichen und die Festung Europa von Innen knacken. Bedenken Sie, wie Serbien den Kosovo verloren hat. Durch die demographische Entwicklung und mit Hilfe der NATO, die es zustande brachte, den ersten islamischen Staat auf europäischem Boden zu begründen. Welch selbstmörderisches Unterfangen. Welch unheilvolles Signal.

Überall setzt sich das islamische Dogma durch: In der Türkei besetzen die Islamisten nach und nach alle Justiz- und Armeeposten, um das Erbe des Kemal Atatürk aus der Welt zu schaffen. Der Libanon wird in den nächsten Jahrzehnten ein islamistischer Staat werden. Der arabische Frühling ist dabei, von den Islamisten in Beschlag genommen zu werden. Im Irak, in Ägypten und im Pakistan stehen die letzten christlichen Gemeinschaften vor der Ausrottung.

Und was tun wir hier bei uns? Wir lassen diese gewalttätige Doktrin in ethnisch-kulturellen Ghettos ungehindert den Rechtsstaat aushebeln. Wir zucken nur mehr die Schultern, wenn Mädchen zwangsverheiratet und integrationswillige Moslems unter Druck gesetzt und bedroht werden. Wir schauen weg, wenn Frauen geschlagen und ganze Stadtteile besetzt werden. Wir glauben, den Machthunger der Gotteskrieger durch Sozialhilfegelder besänftigen zu können.

Wir glauben, wir könnten uns unsere Ruhe kaufen! Welch ein Irrsinn! Der Bart des Propheten lässt sich nicht kraulen! Fanatiker lassen sich nicht kaufen. Das sollte Deutschland besser wissen als jedes andere Land der Welt.

Liebe Zuhörer, wir kämpfen nicht gegen die Menschen, wir kämpfen für die Menschen! Wir bekämpfen ein Dogma, das jeder Menschlichkeit abhold ist und uns in die Barbarei zurück führen möchte. Wir wollen unsere in Jahrhunderten schwer erkämpfte Freiheit nicht preisgeben.

Liebe Berliner, hier stehe ich und kann nicht anders, weil sonst bald kein Mensch in diesem Europa mehr für das gradstehen kann, was den Sockel unserer Kultur, unseres Rechtssystems und unserer Menschlichkeit darstellt: Die transzendente, vorbehaltlose Nächstenliebe.

Falls wir diesen Kampf verlieren wird es keine zweite Chance geben, denn der Islam gibt nicht wieder her, was er einmal erobert hat. Darum rufe ich alle Humanisten dieses Kontinents auf, nicht länger den Kopf in den Sand zu stecken und dem Eroberungszug des islamischen Dogmas Einhalt zu gebieten. Halten wir zusammen und pochen wir kompromisslos auf die Vorrangstellung unseres zivilen Rechts über jedes religiöse Dogma. Finden wir zurück zu unserem kostbaren geistigen Erbe.

Der Islam ist nur so stark wie wir schwach sind.

Setzen wir ihm wieder mehr entgegen als Mac Donalds, Soap Operas, verblödende Fernsehprogramme und brutale Videospiele. Unsere Kultur hat so viel mehr zu bieten. Finden wir zurück zu Tiefe und Dauer, zu organischem Wachstum. Bleiben wir wachsam und kritisch, solange noch ein Quantchen Sokrates in uns weiter lebt. Unterwerfen wir unseren Geist nicht länger dem Diktat des rein Materiellen. Nur so werden wir verhindern, dass sich im Namen der Religion wieder brutale Machtpolitik breitmacht. Nur so haben wir eine Chance, unseren Kindern ein friedliches, von Respekt und Würde geprägtes Europa zu hinterlassen.

Es lebe die Freiheit!!!



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