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• Studie-Bundesinnenministerium: Ein Viertel der jungen Muslime ist gewaltbereit - Jeder siebte Muslim denkt radikal
PRESSEMELDUNGEN 20 Dezember 2007
Fundamentalismus auf dem Vormarsch: Jeder vierte junge Islam-Gläubige in Deutschland soll nach einer Studie zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit sein. Jeder siebte Muslim denkt radikal. Gewaltbereitschaft nehme bei jungen Leuten noch zu. Die neue Untersuchung belegt, dass Religion für junge Muslime eine zunehmende Bedeutung hat.
Nach Ansicht der Wissenschaftler sind die Hauptrisikofaktoren für radikale Einstellungen - anders als oft von Politikern geäußert - jedoch nicht fehlende Bildung oder mangelnde Integration. Ein signifikanter Teil der überwiegend jungen Risikogruppe sei vielmehr gebildet und gelange zu radikalen Überzeugungen auf der Suche nach Werten und religiöser Orientierung.
Studie: Ein Viertel der jungen Muslime ist gewaltbereit
Linie1-magazin 20 Dezember 2007
Frankfurt/Main (ddp). Jeder vierte junge Islam-Gläubige in Deutschland soll nach einer Studie zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit sein.
Die »Frankfurter Rundschau« (Donnerstagausgabe), berichtete vorab, die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Auftrag gegebene Arbeit des Sozialforscherteams um die Professoren Peter Wetzel und Katrin Brettfeld habe unter anderem ergeben, dass die Religion in der muslimischen Bevölkerung eine enorme Bedeutung hat. Diese nehme bei jungen Leuten noch zu.
Die Studie ordne 40 Prozent der Muslime als fundamental orientiert ein, schrieb das Blatt. Sie hätten klare religiöse Orientierungsmuster und Moralvorstellungen. Eine kleine Gruppe von sechs Prozent werde als »gewaltaffin« eingestuft. Immerhin 14 Prozent der Befragten, von denen knapp 40 Prozent einen deutschen Pass hatten, stünden mit der Rechtsstaatlichkeit auf Kriegsfuß und zeigten eine problematische Distanz zur Demokratie.
Zwölf Prozent der Muslime in Deutschland identifizierten sich mit einer stark religiös-moralischen Kritik an westlichen Gesellschaften, kombiniert mit der Befürwortung von Körperstrafen bis hin zur Todesstrafe. Minister Schäuble sehe darin ein »ernstzunehmendes islamistisches Radikalisierungspotenzial«.
BUNDESINNENMINISTERIUMS-STUDIE
Zahlreiche Muslime in Deutschland sind gewaltbereit
Spiegel Online 20 Dezember 2007
Fundamentalismus auf dem Vormarsch: Laut einer Studie des Bundesinnenministeriums sind vierzig Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime radikal orientiert. Jeder siebte Islam-Gläubige kann mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nichts anfangen, sechs Prozent sind demnach "gewaltaffin".
(...) Für die Studie wurden insgesamt 1750 Muslime in Interviews befragt. Ziel war es, den Nährboden für extremistische Gruppen und potentielle Täter politisch motivierter Gewalt auszuloten. In Deutschland leben rund drei Millionen Muslime.
Große Gewaltbereitschaft unter jungen Muslimen
Berliner Morgenpost 20 Dezember 2007
Jeder vierte junge Anhänger des Islam ist laut einer Studie des Innenministeriums zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit. Insgesamt hat die Religion für viele Muslime hierzulande eine große Bedeutung. Was das Verhältnis zur Demokratie angeht, sind sich allerdings Muslime und Nicht-Muslime sehr ähnlich.
(...) 40 Prozent der Muslime ordne die Studie als fundamental orientiert ein, mit klaren religiösen Orientierungsmustern und Moralvorstellungen. Eine kleine Gruppe von sechs Prozent werde als "gewaltaffin" eingestuft. Immerhin 14 Prozent der Befragten, von denen knapp 40 Prozent einen deutschen Pass hatten, stünden mit der Rechtsstaatlichkeit auf Kriegsfuß und zeigten eine problematische Distanz zur Demokratie, schreibt die Zeitung.
Laut der Erhebung der Hamburger Sozialforscher Peter Wetzel und Katrin Brettfeld identifizierten sich zwölf Prozent der Muslime in Deutschland mit einer stark religiös-moralischen Kritik an westlichen Gesellschaften, kombiniert mit der Befürwortung von Körperstrafen bis hin zur Todesstrafe. Schäuble sehe darin ein "ernstzunehmendes islamistisches Radikalisierungspotenzial", schreibt die Zeitung. ...
Jeder vierte junge Muslime zu Gewalt bereit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung 20 Dezember 2007
Eine neue Studie hat die Einstellung junger, in Deutschland lebender Muslime zum Thema Gewalt untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend: Jeder vierte Muslime ist demnach zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit. Besondes für junge Einwanderer habe Religion eine zunehmende Bedeutung.
Die "Frankfurter Rundschau", berichtete vorab, die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Auftrag gegebene Arbeit des Sozialforscherteams um die Professoren Peter Wetzel und Katrin Brettfeld habe unter anderem ergeben, dass die Religion in der muslimischen Bevölkerung eine enorme Bedeutung hat. Diese nehme bei jungen Leuten noch zu. (...)
Jeder siebte Muslim denkt radikal
Financial Times Deutschland 20 Dezember 2007
Von Friederike von Tiesenhausen (Berlin)
Der Nährboden für Islamisten in Deutschland ist größer als gedacht: 14 Prozent der Muslime hierzulande haben einer neuen Regierungsstudie zufolge ein "problematisches Einstellungsmuster".
Jeder siebte lehnt Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in starkem Maße ab oder rechtfertigt politisch oder religiös motivierte Gewalt. Immerhin fünf Prozent werden als Islamismus-Sympathisanten eingestuft.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bezeichnete die Ergebnisse als "besorgniserregend": "In Deutschland hat sich ein ernstzunehmendes islamistisches Radikalisierungspotenzial entwickelt." Für die Studie im Auftrag des Innenministeriums wurden insgesamt 1750 Muslime in zum Teil ausführlichen Interviews befragt. Ziel war es, die Rekrutierungsbasis für extremistische Gruppen und mögliche Täter politisch motivierter Gewalt auszuloten. In Deutschland leben rund drei Millionen Muslime.
Nach Ansicht der Wissenschaftler sind die Hauptrisikofaktoren für radikale Einstellungen - anders als oft von Politikern geäußert - jedoch nicht fehlende Bildung oder mangelnde Integration. "Die Annahme ,Wir müssen uns nur darum kümmern, dass die Muslime integriert sind‘ greift zu kurz", sagt Peter Wetzels, Koautor der Untersuchung und Kriminologieprofessor an der Universität Hamburg. Ein signifikanter Teil der überwiegend jungen Risikogruppe sei vielmehr gebildet und gelange zu radikalen Überzeugungen auf der Suche nach Werten und religiöser Orientierung.
Mehr noch als die eigene Situation spiele für diese Risikogruppe die Identifikation mit unterdrückten Muslimen weltweit eine Rolle. So solidarisierten sich viele besonders mit den Palästinensern im Nahen Osten oder mit der irakischen Bevölkerung. "Sie fühlen sich als eine Art moralische Avantgarde", sagte Wetzels. Die gemeinsame Religion diene als Motivation, die von charismatischen Imamen ausgenutzt werden könnte. "Wir müssen uns dem Faktor Religion stellen", verlangte Wetzels. Allerdings hätten Nichtmuslime in dieser Debatte nur eine begrenzte Überzeugungskraft. Umso wichtiger sei die Kooperation islamischer Verbände.
Aber auch die Verhältnisse in Deutschland seien ein Motivationsfaktor für radikale Haltungen. Acht Prozent der Befragten sagten, sie seien im letzten Jahr Opfer von ausländerfeindlichen Gewalttaten geworden oder hätten Sachbeschädigungen erlebt. Vor allem junge Muslime gaben an, dass (...)
Download Studie:
Muslime in Deutschland - Integration und Integrationsbarrieren




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