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Verfolgte Christen: Anschlagserie auf Kirchen im Irak
IDEA Evangelische Nachrichtenagentur 08 Januar 2008
Christen befürchten koordinierte Aktion muslimischer Extremisten
B a g d a d (idea) – Im Irak sind zu Beginn des orthodoxen Weihnachtsfests am 6. Januar Anschläge auf sieben Kirchen, Klöster und christliche Wohlfahrtseinrichtungen verübt worden. Die Sprengsätze richteten erheblichen Sachschaden an; mindestens sechs Personen wurden verletzt, aber niemand getötet.
Irakische Christen vermuten hinter der Anschlagserie eine systematische Aktion muslimischer Extremisten. Diese Befürchtung äußerte unter anderem der chaldäische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, gegenüber dem katholischen Informationsdienst AsiaNews. Die chaldäische Kirche ist mit dem Vatikan verbunden. Von der Anschlagserie betroffen waren in Bagdad eine orthodoxe und zwei chaldäische Kirchen sowie ein Nonnenkloster, in Mossul eine chaldäische Kirche, ein Nonnenkloster und ein Waisenhaus.
Die christliche Minderheit im Irak droht nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen durch Flucht und Vertreibung zu verschwinden. Tausende sind vor Anschlägen, Entführungen und anderen Repressalien ins Ausland geflohen. Allein die chaldäische Kirche ist nach Schätzungen seit dem Sturz des Diktators Saddam Hussein vor annähernd fünf Jahren von 1,5 Millionen Mitgliedern auf rund 500.000 geschrumpft. Der syrisch-katholischen Kirche gehören etwa 80.000 der insgesamt 26 Millionen Iraker an. Die übrigen Christen sind Orthodoxe und Protestanten.




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