Rapper Shahin Najafi "Eine Fatwa ist ja kein Ratschlag"

Vor einigen Wochen wurde auf Shahin Najafi ein Kopfgeld ausgesetzt. Angeblich hatte der Rapper den Imam in einem Song beleidigt. Jetzt ist er in Köln untergetaucht. Von Solidarität keine Spur.

Einen Tag nach der Veröffentlichung des Rap-Songs "Naghi" im Internet wird gegen Shahin Najafi das Todesdekret verhängt. Mit dieser Aufforderung zur Ermordung des 1980 geborenen, in Deutschland lebenden Musikers ist eine neue Entgrenzung terroristischer Bedrohung gegeben, es ist auch ein Angriff auf das Zusammenleben in Deutschland.

Günter Wallraff, dessen Appell, Najafi zu helfen, bisher ungehört blieb, hat ihn in der Nähe von Köln in Sicherheit gebracht. Hier waren wir mit Najafi verabredet, doch weil sein Manager den Namen des Übersetzers nicht kennt, fürchtet er um das Geheimnis des Aufenthaltsorts und sagt: "Wir kommen zu Ihnen." Am nächsten Morgen steht Najafi vor der Tür (...)