"Wir markieren Präsenz" Bürgerwehr beobachtet Asylwerber

20minuten.ch 30 Mai 2012
Von Janko Skorup

Eine Gruppe von verärgerten Bürgern aus zwei St. Galler Gemeinden verfolgt Asylbewerber auf Schritt und Tritt. Nun reagieren die Behörden. «Sexuelle Belästigung, Vandalismus, Lärm und Drogenhandel sind beinahe an der Tagesordnung», beklagt sich Hans Thoma in der SF-Sendung ­«Reporter» über Asylbewerber des Asylzentrums Landegg in Eggersriet SG. Deshalb hat er gemeinsam mit dem Nachbardorf eine Art Bürgerwehr gebildet. «Wir markieren Präsenz, dokumentieren das fehlbare Verhalten der Asylbewerber fotografisch und melden es der Polizei», so Thoma.

Nun hat der Kanton reagiert: Jürg Wernli, Vorsteher des Departements Inneres und Kultur von Appenzell-Ausserrhoden, hat am Montag erste Massnahmen angekündigt – mehr Stellenprozente im Asylzentrum, Extrabusse für Asylbewerber und ­Sicherheitsdienste an Bahnhöfen.

Diese und weitere Massnahmen sollen im Interesse der Anwohner des Asylzentrums umgesetzt werden – trotz «deutlichen Mehrkosten für den Kanton», so Wernli. Dies wertet Thoma als «Erfolg für unser Engagement».

Video: Schweiz-Reporter - Asylanten Kriminalität

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