• Diana West: Phantasie-Islam versus Islam

EuropeNews 6 Juni 2012
Original: Fantasy Islam vs. Islam, The Brussels Journal
Von Diana West
Übersetzt von Liz

Als ich neulich festgestellt habe, wie Geert Wilders die Amerikaner mit seiner furchtlosen Klarheit verblüfft, hatte ich unter anderem einen Vorfall im Gedächtnis, ein Interview, das er im Mai mit Jamie Weinstein von The Daily Caller geführt hat. (siehe Photo)

Dieses Interview fasst perfekt den Punkt zusammen, an dem die zerbrechlich funkelnden Trugbilder des Islams an der harten Realität zerbrechen, es ist wirklich wert dieses Interview nochmals zu betrachten und wenn es nur aus dem Grund geschieht, um Zeuge der Misere des Getäuschten zu werden, wie er die Scherben seiner Fantasievorstellung zusammensammelt und sich in ein Vakuum zurückzieht, in dem er sie wieder zusammensetzen kann, weit entfernt von den schlagenden Fakten.

Das Interview fängt recht gefällig an, mit grundsätzlichen Aussagen zu Geert Wilders Geschichte und den Zielen seines Buchs Marked for Death: Islam's War Against the West and Me. Geert erklärt im folgenden warum man den Islam "nicht so sehr mit anderen Religionen wie dem Christentum oder dem Judentum vergleichen sollte" sondern eher "mit anderen totalitären Ideologien, wie dem Kommunismus und dem Faschismus. Wenn wir diese Tatsache anerkennen, dann müssen wir ihn nicht länger wie eine Religion behandeln und viele Probleme können sehr viel weitgehender gelöst werden -".

Die ist ein provokativer und lehrreicher Punkt, aber Weinstein schneidet ihm das Wort ab, lenkt die Unterhaltung auf Israel, das keinen engagierteren Unterstützer als Wilders hat ("Israel ist der Kanarienvogel in der Kohlenmine … ein Leuchtturm in totaler Finsternis …. ich denke, wir alle sollten Israel unterstützen …. in diesem 'Djihad gegen uns alle' …) gegenüber dem Islam und nach Weinsteins Hinweis, gegenüber den Muslimen.

Über 'Menschen' zu sprechen ist eine Art die Diskussion von der Ideologie, Geschichte und politischen Theorie abzulenken – ein gefährliches Gebiet für den islamischen Apologeten-und-Fantasten – auf eine eher rutschige, persönliche, emotionale Ebene. Hier sollen die abstoßenden, anti-humanistischen Imperative der islamischen Doktrin versteckt werden zwischen Bildern von normalen, alltäglichen Menschen, Eltern und Kindern – 'die ehrbaren Frauen' und 'muslimischen Mütter und Väter', um einige von George W. Bushs unvergessenen, linkischen Beschwörungen zu nennen.

Geert stellt seine grundsätzliche Position dar: Dass er nichts gegen die Menschen habe, dass die Mehrheit der Muslime in unserer Gesellschaft die Gesetze achtet. Er macht einen klaren Unterschied, ähnlich wie Ibn Warraq, dass es moderate Menschen gibt, die muslimisch sind, aber, wir kommen zurück auf das konkrete, angesprochene Thema, dass es keinen moderaten Islam gibt. "Niemand sollte sich täuschen lassen, wenn gesagt wird, der Islam könne moderat gemacht werden," sagt Wilders. "Es gibt keine zwei Islame, es gibt nur den Islam des Korans, den Islam des Lebens von Mohammed und den Islam des Schariarechts."

Wilders fährt fort und erklärt, dass wir unsere Gesellschaften de-islamisieren sollten, "das bedeutet nicht, dass wir mit den muslimischen Menschen Krach anfangen sollen" so lange sie sich in unsere Gesellschaften assimilieren, unsere Werte teilen, unsere Verfassungen, unsere Bürgerrechte "als die Bestimmenden" anerkennen.

Wenn dies nicht großzügig und liberal ist, dann weiß ich nicht was sonst. Wilders Position ist die, dass muslimische Neuankömmlinge, die das westliche Rechts- und Wertesystem als Überlegenes annehmen, im jüdisch-christlichen-humanistischen Westen willkommen sind. Wilders räumt den islamischen Neuankömmlingen jedoch nicht ein, islamisches Recht und Werte als dem Westen überlegene anzusehen, durch die Bastionen des Islams entstehen, die so lange expandieren, bis es keinen Westen mehr gibt.

Solch eine kompromisslose Hingabe an die Selbsterhaltung verstört manche westliche Menschen, die den Ansatz der 'Zwei Islame' haben. Dieser Ansatz ist nicht das Resultat von Analysen des Islams, des Korans, des Lebens von Mohammed sowie des islamischen Rechts, wie Wilders sich ausdrückt, sondern eher eine emotionale Reaktion auf muslimische Menschen – oder zumindest auf eine spezielle muslimische Person, Zuhdi Jasser. Jasser ist für Weinstein und für so viele andere Konservative das Aushängeschild dessen, was sie, die westlichen Menschen, als einen Islam-mit-dem-wir-leben-können favorisieren. Dieser Islam – nennen wir ihn Islam Nr. 2 – ist ganz und gar getrennt von dem was sie leidenschaftlich glauben, sei der Islam Nr. 1 – der Islam-der-uns-zerstören-will. Das einzige Problem besteht darin, dass es Nr.2 nicht gibt, nicht im Koran oder in irgendeiner anderen heiligen Schrift oder Überlieferung des Islams.

Aber, so stellte Weinstein klar das macht überhaupt nichts,

WEINSTEIN: Und dies ist ein Gebiet, auf dem viele Konservative in den USA mit Ihnen nicht übereinstimmen mögen … Sie haben im Grunde, dieselbe Sicht auf den Islam wie Bin Laden. Sie sind jemand, der diejenigen exkommuniziert, die nicht der strengen Auslegung des Islams anhängen, so wie sie von Qutb und den Wahabiten vorgeschrieben wird. Warum nicht – wissen Sie, sie sind kein Islamgelehrter, Sie haben den Islam studiert – aber warum nicht jene nehmen, wie dies in den Vereinigten Staaten Zuhdi Jasser macht und sagen, gut, wissen Sie, ich werde sie unterstützen, und wenn sie glauben, dass es einen moderaten Islam gibt und wenn es genug Muslime gibt, die glauben dass sie muslimisch sind, dann werde ich sie unterstützen und nicht die Sicht bin Ladens, takfiri, der Exkommunikation von Menschen aus dem islamischen Glauben.

Das ist ein Argument, das man sehr oft hört. Wir wollen es mal zerlegen.

WEINSTEIN:Und dies ist ein Gebiet, auf dem viele Konservative in den USA mit Ihnen nicht übereinstimmen mögen

...[zwischen den Zeilen] denn Wilders hat die Fakten über den Islam untersucht und die Schlussfolgerung gezogen, dass der Islam eine Gefahr für die Freiheit darstellt. Das ist ziemlich extrem. Was Weinstein und seine konservativen Kollegen aber nicht anerkennen können ist, dass der Islam extrem ist. Solch ein Extremismus in sich, kodifiziert vom Mainstream, klassischer Islam, geht einfach über ihren Horizont hinaus. Ihre Gehirne scheinen einen Kurzschluss zu haben. Nimmt man den Islam wörtlich, dann wird er zu etwas was nur ein Extremist tun würde. Deshalb fährt er fort:

WEINSTEIN: Sie haben im Grunde, dieselbe Sicht auf den Islam wie Bin Laden. Sie sind jemand, der diejenigen exkommuniziert, die nicht der strengen Auslegung des Islams anhängen, so wie sie von Qutb und den Wahabiten vorgeschrieben wird.

Macht nichts, dass die "Sicht" und "Form" des Islams von bin Laden, Qutb und den Wahabiten perfekt mit der Sicht und Form des Korans, dem Leben Mohammeds und der Scharia konform geht.

WEINSTEIN: Warum nicht – wissen Sie, Sie sind kein Islamgelehrter, Sie haben den Islam studiert – aber warum nicht jene nehmen, wie dies in den Vereinigten Staaten Zuhdi Jasser macht und sagen, gut, wissen sie, ich werde sie unterstützen, und wenn sie glauben, dass es einen moderaten Islam gibt und wenn es genug Muslime gibt, die glauben dass sie muslimisch sind, dann werde ich sie unterstützen und nicht die Sicht bin Ladens, takfiri, der Exkommunikation von Menschen aus dem islamischen Glauben.

Der Wunsch schafft traurigerweise keine Fakten. Auch nicht, bin Laden zu tadeln für Dinge, die im Koran stehen, dem Leben Mohammeds und in der Scharia.

Aber das Wunschdenken – die Fantasie – ist das Stadium der konventionellen politischen Denkweise heutzutage im Hinblick auf den Islam. Indem er Wilders beschwört, "hinter dem Placebo-Islam Zuhdi Jassers zu stehen" bittet Weinstein ihn darum den Real-Islam von Mohammed zurückzuweisen – so wie Weinstein und Co. Es zurückgewiesen zu haben als etwas Extremes, wie bin Laden. Aber Geert antwortet knapp, dass es nicht jemandes Platz oder Rolle ist irgendeinen do-it-yourself Islam eigener Prägung oder Wahl zu erschaffen oder für gültig zu erklären.

Ich schließe niemanden aus. Wer bin ich denn? Derjenige, der die Muslime ausschließt, die sich nicht an das Heilige Buch und das Leben Mohammeds halten, ist der Koran … Wenn [moderate Muslime] sich in unsere Gesellschaft assimilieren, dann sind sie so gleichberechtigt wie alle anderen auch und man sollte sie mit Respekt behandeln aber niemand sollte sich täuschen lassen, dass es einen moderaten Islam gibt, es gibt ihn nicht. Wenn moderate Muslime sich selbst als Muslime bezeichnen, dann soll es mir recht sein, aber nach dem Koran sind sie keine Muslime, sie sind Abtrünnige, sie sind Apostaten.

Und Apostaten müssen nach islamischem Recht getötet werden. In der Tat, wie Geert ein wenig später im Interview herausstellt, zeigt eine kürzlich durchgeführte Meinungsumfrage in Ägypten, dass 84 Prozent der Ägypter wollen, dass Apostaten aus dem Islam getötet werden sollen.

WEINSTEIN:Meine Frage lautet: Warum müssen wir auf diese inhaltlichen Elemente eingehen? Wenn Zuhdi Jasser – und wie Sie es formulierten, die meisten, viele, die meisten Muslime auf der Welt nicht, verstehen Sie, versuchen einen heiligen Krieg mit dem Westen zu beginnen, und sie denken, dass sie Muslime seien und sie glauben dass sie ihrem Glauben anhängen – warum sagen wir dann nicht, lasst uns diese unterstützen und für ihre Auslegung kämpfen? Wissen Sie, Sie haben vielleicht recht mit ihrer Interpretation, bin Laden mag recht haben, aber warum stellen wir, als Außenstehende uns nicht hinter jene, die es auf andere Weise interpretieren?

Ein abscheulicher Vergleich zwischen einem demokratischen Politiker, der unter einer islamischen [Todes] Fatwa lebt und einem djihadistischen Mörder von Ungläubigen, die an ihren Schreibtischen sitzen nebeneinander..... Der Kernpunkt hier ist Weinsteins Zugeständnis, dass die Realität, Fakten, Wahrheiten alle eine große Menge irrelevanter Einzelheiten darstellen, neben der Bedeutung sich "hinter die Fantasten zu stellen" - die wahrhaft winzige Schar der Extremisten.

Dies ist eine bizarre Einstellung auf vielen Ebenen, nicht zuletzt ist es der Reflex die Freiheiten des Westen nicht zu verteidigen – das ist möglich – aber eher bedeutet es sich als "Außenstehende" einzumischen und sich vorzustellen, dass es möglich wäre den Islam neu zu formen für unsere Zwecke – unmöglich.

WILDERS: Noch einmal, es geht nicht um mich, oder um bin Laden – Sie können mich im selben Satz nennen zusammen mit bin Laden, Sie dürfen das gerne tun [Weinstein wirft ein, dass er Wilders nicht mit bin Laden vergleicht] aber es ist der Koran, der dies tut – es sind nicht bin Laden oder Geert Wilders oder sonst jemand anders, es ist der Koran, der dies tut.

Wilders fährt fort:

Wenn der Islam innerhalb einer Gesellschaft stärker wird – und wir haben dies in den letzten zehn Jahren erfahren und dies ist der Unterschied zwischen Europa und Amerika – obwohl die Mehrheit [der Muslime] moderat sind, wie Sie zu recht sagten, so können wir doch Ehrenmorde beobachten, weibliche Genitalverstümmelung und wir sehen Zwangsehen, Scharia Banken, wir beobachten sogar – und viele Amerikaner wissen das vielleicht gar nicht - diese sechzig aktiven Schariagerichte in Großbritannien heute aktiv, wo das Wort einer Frau halb soviel Wert ist wie das eines Mannes, dies wird gerade in Holland eingeführt. Sie können also sagen und dies auch verteidigen, dass es viele moderate Muslime gibt, aber die Realität beweist und zeigt auf, dass in den europäischen Ländern in denen der Islam immer dominierender wird, wo die Prozentzahl der Muslime von 5 auf 10 manchmal auf 15 Prozent ansteigt, dass die Menschen, die den Islam [kritisieren] mit dem Tode bedroht werden, wie ich selbst, Menschen werden vor Gericht gestellt, es gibt wie ich sagte, die Einführung von Scharia dort, und all dies läuft unserer Wahrnehmung von einer freien Gesellschaft zuwider, wie die Redefreiheit und wie die Gleichheit zwischen Menschen [sein sollte].

Wilders glaubt, dass die Antwort – auf lange Sicht, später, die bestmögliche Antwort – für Muslime die ist, den Islam gänzlich aufzugeben.

Aber, aber ,aber – was ist mit dieser streitbaren saudischen Frau, die es sich in den Kopf gesetzt hatte ein Auto zu fahren, fragt Weinstein, und interpretiert deren wichtige Rebellion als etwas, das aus dem Islam heraus geschieht. Geert hat eine andere Interpretation der Dinge. Er betrachtet die Frau, über die er auch in seinem Buch schreibt, als jemand der zeigt, dass "die Liebe zur Freiheit stärker ist als die Ideologie selbst". Das ist an der Stelle, an der er die Umfrage nach Mubaraks [Sturz] zitiert in der deutlich wird, wie überwältigend die Unterstützung unter den Ägyptern für eine islamische Strafe ist, wenn man den Islam verlässt: Der Tod. "Dies beweist meinen Punkt," sagte er. "Wenn man wirklich Freiheit will, Gleichberechtigung für Frauen, für andere, dann muss man die Ideologie des Islams loswerden."

Weinsteins Kommentar? "Habe diese Umfrage gesehen, das war sehr beunruhigend." Immer weiter in dieselbe Richtung marschieren.....

Jetzt will er das Etikett umdrehen, das Wilders benutzt hat, um Mohammed zu beschreiben – eine Sache, die für Weinstein offensichtlich wesentlich dringlicher ist als die Popularität der islamischen Todesstrafe, die Mohammed für Apostaten erfunden hat!

WEINSTEIN:Sie haben Mohammed einen Teufel, einen Terroristen, einen Barbaren, einen Massenmörder, einen Pädophilen genannt … Abgesehen davon ob es wahr ist oder nicht, ist es hilfreich, wenn ein Politiker so etwas tut? Ist es von Nutzen jemanden, den sogar viele moderate Muslime lieben – sie glauben nicht an moderate Muslime – den nicht gewalttätige Muslime als Propheten lieben, so zu bezeichnen?

WILDERS: Ich glaube an die Wahrheit.......

Und das sollten wir alle tun. Sehen Sie sich die restlichen Antworten von Geert hier an.

Dieser gesamte Meinungsaustausch unterstreicht die schreckliche Gefahr, der wir uns selbst ausgesetzt haben: Wir im Westen haben uns von der Wahrheit so weitgehend entfernt, dass wir keinen Bezug mehr zu Fakten haben. Sie sind zu fremden Objekten geworden, die verschmäht werden. Unser hauptsächliches Ziel ist es, unsere Mauern gegen sie hoch genug zu bauen und wehe jedem, der es schafft sie in die Psycho-Festung der Heuchelei zu bringen. (...)