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Türkischer Historiker "Türkei soll Völkermord anerkennen"
Kath Web 15 Juni 2012
Taner Akcam bei Symposion in Zürich zu neuesten Forschungen über Verfolgung von Armeniern, Griechen und syrischen Christen durch jungtürkische Bewegung
Die Türkei könnte im Nahen Osten als regionale Ordnungsmacht fungieren, wenn sie den in den Jahren 1914 bis 1923 durchgeführten Völkermord an den christlichen Minderheiten der Griechen, Armenier und syrischen Christen anerkennt.
Dies betonte der türkische Historiker Taner Akcam in Zürich bei einem Symposion, berichtete die Stiftung "Pro Oriente" in einer Aussendung am Mittwoch. Die Tagung beschäftigte sich mit der Zukunft der religiösen Minderheiten im Nahen Osten und wurde von "Christian Solidarity International" (CSI) organisiert.
Akcam ist der erste türkische Historiker, der den Völkermord öffentlich anerkannt hat. Er legte in Zürich Themen aus seinem neuesten Buch "The Young Turks' Crime against Humanity. The Armenian Genocide and the Ethnic Cleansing in the Ottoman Empire" vor. Darin weist er den Genozid anhand von Quellen aus den osmanischen Archiven nach.
Nach seinen Forschungen war ein Drittel der damaligen Bevölkerung Anatoliens von 1914 bis 1918 von Deportationen oder Massakern betroffen - zuerst die Griechen, dann auch Armenier und syrisch-orthodoxe, syrisch-katholische, chaldäisch-katholische Christen sowie Angehörige der Apostolischen Kirche des Ostens. (...)



