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Muslimbrüder reklamieren Sieg für sich
Wirtschaftsblatt 19 Juni 2012
Kairo. Nach der ersten freien Präsidentenwahl in Ägypten hat sich der gemäßigte Islamist Mohammed Mursi gestern zum Sieger erklärt. Mursis Muslimbruderschaft erklärte, der Politiker habe 52 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Zwar gab es noch kein offizielles Auszählungsergebnis, ein Mitglied der Wahlkommission bestätigte die Angaben der Muslimbrüder aber im Wesentlichen.
Das Wahlkampfteam seines Rivalen Ahmed Shafik widersprach dieser Darstellung. Shafik war der letzte Regierungschef unter dem gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak.
Der regierende Militärrat machte bereits klar, dass das neue Staatsoberhaupt nur wenig Macht haben wird. (...)



