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Religiöses Ritual: Mehrheit der Deutschen gegen Beschneidungen
Welt Online 2 Juli 2012
Die Debatte um Kölner Urteil geht weiter: Juden und Muslime fordern die Korrektur des Urteils. Die Deutsche Kinderhilfe sieht ein klares Signal zum Schutz des Kindes, auch die Mehrheit der Deutschen ist gegen Beschneidung.
Beschneidungen aus religiösen Gründen werden von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt. In einer am Samstag veröffentlichten Emnid-Umfrage für das Magazin "Focus" stellten sich 56 Prozent der Befragten hinter das umstrittene Urteil des Kölner Landgerichts. 35 Prozent hielten die Entscheidung für nicht richtig, zehn Prozent hatten dazu keine Meinung. Befragt wurden 1000 Menschen.
Das Kölner Landgericht hatte in seiner am Dienstag veröffentlichten Entscheidung die Auffassung vertreten, eine Beschneidung aus religiösen Gründen erfülle den Tatbestand der Körperverletzung. Sie sei auch nicht durch die Einwilligung der Eltern gerechtfertigt, da sie nicht dem Wohl des Kindes entspreche. Dessen Körper werde durch die in Islam und Judentum verbreitete Beschneidung "dauerhaft und irreparabel verändert".
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