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• Lassen Sie uns die Titanic verlassen
EuropeNews 14 Juli 2012
Original:Let's leave the Titanic, Sappho
Von Lars Hedegaard
Übersetzt von Liz
9. Juli, Europäisches Parlament, Brüssel
Sehr geehrte Damen und Herren, Als erstes möchte ich der International Civil Liberties Alliance für diesen liebreizenden Preis bedanken und ich möchte ebenfalls meinem Freund Mark Steyn meine aufrichtige Dankbarkeit bekunden, der den langen Weg auf sich genommen hat, um ihn mir hier zu überreichen.
Ich nehme ihn gerne an – nicht zuletzt, weil ich ihn nicht nur für mich annehme sondern stellvertretend und in Anerkennung dessen woran meine Freunde und Mitstreiter in der Free Press Society so unermüdlich gearbeitet haben, um dies hier zu erreichen, als wir vor mehr als acht Jahren unsere Arbeit für die Meinungsfreiheit begannen.
Ich bin froh, dass ich im Publikum eine ganze Reihe meiner Mitstreiter erkennen kann, die seit vielen Jahren mit mir gemeinsam dabei sind.
Vor ein paar Monate habe ich ein merkwürdiges Erlebnis gehabt. Ich besuchte eine kleine, beinahe ländliche Gemeinde, etwa 20 Km nördlich von Kopenhagen. Es war ein wunderschöner Frühlingstag. Die Bäume waren grün, die Vögel sangen. Unter den sanften Rundungen der Hügel lagen wunderschöne, um nicht zu sagen, opulente Herrenhäuser mit geräumigen Grundstücken und viel Platz für Luxusautos. Von einem der Hügel aus konnte man den silbern schimmernden Sund zwischen Dänemark und Schweden sehen. Eine Mutter war draußen und zeigte ihrer Tochter auf einem Pony wie man reitet.
Ich war an den Ort gekommen an dem die dänische Elite lebt. Dies ist die Stelle an der die Führer unseres Landes ihre Zeit verbringen, wenn sie nicht mit ihrem Mercedes oder BMW nach Kopenhagen hineinfahren, um die Kommandobrücken unserer Gesellschaft zu besetzen.
Hier leben die anständigen Menschen, die anständige, politische Parteien wählen, ihre anständigen Zeitungen lesen und sich mit anderen anständigen Menschen zusammentun, die niemals müde werden das gemeine Volk zu kritisieren wegen ihres unerfindlichen und unentschuldbaren Unbehagens über die Massenimmigration und Islamisierung, die an unseren Städten zerrt und vielmehr unser gesamtes Sozialgefüge auseinanderreißt. Hier leben die harten Verfechter des Multikulturalismus, des kulturellen Relativismus – die wahren Gläubigen, dass alle Kulturen gleich seien und dass es ausgesprochen bösartig ist – um nicht zu sagen faschistisch und rassistisch – etwas anderes zu behaupten. Beispielsweise, dass unsere dänische und westliche Kultur den Kulturen weitaus überlegen ist, die Sklaverei, Ehrenmorde, Genitalverstümmelung, das Schlagen von Frauen, Polygamie, den Mord an sogenannten Blasphemikern und alles andere erlauben.
Und warum sollte es sie auch kümmern? An diesem Tag Anfang Mai, etwa 20 Kilometer weit entfernt von den ausgedehnten und rasch wachsenden Ghettos von Kopenhagen, konnte man meilenweit keinen Muslim sehen. Ihre Kinder besuchen blütenweiße Schulen und müssen keine Angst haben auf ihrem Nachhauseweg geschlagen, ausgeraubt oder vergewaltigt zu werden. Sie haben keinerlei Erfahrung mit Bandenkriegen. Niemand wird direkt vor ihrer Haustür erschossen.
Dies sind Dinge, über die man gelegentlich liest, wenn die anständigen Zeitungen sich dazu durchringen können eine kleine Notiz über solch unglückliche Vorfälle zu drucken. Aber all dies findet weit entfernt statt, in einem fremdem Land in das die regierende Elite, eher selten wenn überhaupt, einen Fuß hineinsetzt.
Und wenn man vermögend ist und in der Großstadt lebt, dann hält man sich von diesen Ghettos fern. Man bevorzugt eine Nachbarschaft in der man Menschen trifft wie man selbst und wenn die Kinder öffentliche Schulen besuchen mit einer bestimmten Anzahl sogenannter 'ethnischer' – oder wie wir in Dänemark sagen – 'neudänischer' Kinder, dann nehmen Sie ihr Kind aus dieser Schule heraus und stecken es in eine Privatschule.
Das geht in Dänemark ganz leicht, denn wir haben viele Privatschulen und ihre Zahl wächst ständig. Es wird sie ein wenig mehr Geld kosten, aber wenn man das Geld hat ist es ein kleiner Preis, den man dafür zahlt, dass sichergestellt ist, dass die Kinder überhaupt irgendetwas lernen. In vielen Fällen ist die Alternative die, dass Ihr Kind gezwungen sein wird 10 Jahre in einem Schulsystem zu verbringen, das so schlecht ist, dass in Kopenhagen 40 Prozent der Arabisch sprechenden Schüler die Schule verlassen ohne lesen und schreiben zu können. Und natürlich werden sie auch niemals eine Arbeit finden, sondern werden Zeit ihres Lebens eine ökonomische Belastung für den Wohlfahrtsstaat sein.
Ich kann also gut verstehen, warum gute Menschen in der richtigen Nachbarschaft leben wollen und ihre Kinder in die richtigen Schulen schicken. Ich kann sogar verstehen, dass die Vorsitzenden der sozialistischen Parteien – einschließlich unserer sozialdemokratischen Premierministerin und andere Kollegen in ihrem Kabinett – sich für Privatschulen für ihre Kinder entschieden haben, obwohl sie niemals eine Möglichkeit auslassen uns zu erklären, dass wir noch mehr tun müssen, um das öffentliche Schulsystem zu stärken.
Auf eine Weise macht dies alles einen Sinn. Die Politiker, die für die Massenimmigration von in erster Linie Muslimen verantwortlich sind, sagen dem gemeinen Volk: Die öffentlichen Schulen sind so schlecht geworden dass unsere Kinder dort nicht mehr hingehen werden. Aber das ist kein Grund zur Verzweiflung: Wir tun alles, was wir können, um die Zustände an unseren öffentlichen Schulen zu verbessern, an die Ihre Kinder gehen müssen, weil Ihr euch keine Privatschulen leisten könnt.
Dies ist der wahre Sozialismus im 21. Jahrhundert.
Ich kann das alles verstehen. Was ich aber nicht verstehe ist, warum dieselben Politiker immer weiter alles tun, was in ihrer Macht steht, um die Einwanderung nichtintegrierbarer Analphabeten und Menschen, die absolut nichts zu unserer Gesellschaft beitragen können, aufrechtzuerhalten.
Nun, um es offen zu sagen, ich kann schon verstehen warum, aber es würde weit über die Grenzen dieser kurzen Rede hinausgehen, um dies weiter zu erläutern.
Das erste was unsere neue Mitte-Links Regierung tat, als sie vor knapp einem Jahr an die Macht kam war, die wenigen und mageren Beschränkungen der ehemaligen rechten Regierung außer Kraft zu setzen, die diese einst widerstrebend eingeführt hatte. Jetzt sind wir zu einer im Grunde ungezügelten Immigration zurückgekehrt und wir können ziemlich sicher annehmen, dass Dänemarks Abgleiten in Chaos, Kriminalität, Parallelgesellschaften, die de facto Abschaffung des Wohlfahrtsstaats und letztlich dann der Demokratie, des Rechtssystems und der Meinungsfreiheit, forciert werden wird.
Und um es noch schlimmer zu machen, wir sollten nicht annehmen, dass unsere Politiker und andere Mitglieder der regierenden Elite umkehren und zugeben werden, dass sie sich geirrt haben, indem sie Massenimmigration, Multikulturalismus und kulturellen Relativismus unterstützt haben. Wir sollten von unseren Regierenden nicht erwarten, dass sie eine offizielle Entschuldigung abgeben, weil sie unsere Länder zerstört haben, wie dies die chinesische kommunistische Partei getan hat einige Jahre nach der Kulturrevolution.
Wenn wir wissen wollen wie unsere Zukunft aussieht, dann müssen wir uns nur anschauen, was als Ergebnis des Arabischen Frühlings passiert, von dem unsere regierenden Eliten aus irgendeinem Grund so begeistert sind.
Nichts von dem was unseren westlichen Gesellschaft während der vergangenen drei oder vier Jahrzehnte widerfahren ist sollte uns überraschen. Viele Menschen haben versucht zu warnen, wurden aber brutal unterdrückt, nicht mehr als Menschen behandelt, ihre Karrieren wurden abgebrochen, sie verloren ihre Arbeitsstellen, sie verloren ihre Freunde und Familien. Und natürlich verzweifelten viele.
Ich befürchte wir werden noch weit heftigere Versuche erwarten müssen, als den Versuch die Redefreiheit zu zerstören. Wer seine Verbrechen und Dummheit nicht zugeben will, wird zumindest versuchen die Menschen daran zu hindern darüber zu sprechen. Und wenn man bewaffnet ist mit einem hervorragenden Arsenal ideologischer Worthülsen, so wie Antirassismus, der Notwendigkeit gegen Islamophobie und Hassrede vorzugehen, dann hat man eventuell Erfolg.
Jedenfalls haben wir gesehen, dass unsere Rechtssysteme ziemlich gut darauf vorbereitet sind die Grenzen zu ziehen, so wie einige von uns in diesem Versammlungsraum dies persönlich erfahren haben. Sie sind sogar dazu in der Lage das Recht zu beugen, um auch die Unglücklichen zu kriegen, die darauf bestehen die Wahrheit über das was passiert ist zu sagen und wohin es uns führen wird.
Einige von Ihnen haben vielleicht meinen zweijährigen Kampf mit der dänischen Staatsanwaltschaft und den Gerichten verfolgt, als ich wegen Hassrede und Rassismus angeklagt war.
Es ist schwierig meinen letztendlichen Freispruch durch ein einstimmiges Oberstes Gericht vor ein paar Monaten als einen Sieg der Redefreiheit hinzustellen. Man mag ihn jedoch als Sieg des Rechtsstaatsprinzips betrachten können - und natürlich ist dies ziemlich wichtig in Bezug auf die Tricks, die die Staatsanwaltschaft versuchte aus dem Ärmel zu zaubern.
In einer Sache schaffte es mein fähiger Rechtsanwalt aufzuzeigen, dass die Wortwahl in der Anklageschrift nicht auf dem fußte, was ich ursprünglich gesagt hatte – obgleich es nicht zur Verbreitung in der Öffentlichkeit gedacht war – aber was meine Feinde und die politisch korrekte Presse als Zitat ausgewählt hatte.
In jeder zivilisierten Gesellschaft würde man dies als einen Skandal bezeichnen.
In einer zivilisierten Gesellschaft würde man es auch als nicht koscher ansehen einen Prozess fortzusetzen, wenn jede Zeugenaussage, die der Staatsanwaltschaft vorlag, bestätigte, dass meine Bemerkungen verbreitet wurden, ohne dass ich vorher eine Chance gehabt hatte sie noch einmal durchzugehen und zu autorisieren. Und genau das ist die Voraussetzung für eine Verurteilung nach dem berüchtigten Artikel 266b des Strafgesetzbuchs. Man muss eine bewusste Entscheidung getroffen haben, die eigenen Bemerkungen an ein breiteres Publikum zu verbreiten.
Dennoch machten sie weiter.
Zum Schluss, als der Staatsanwältin klar wurde, dass sie in einer Klemme steckte, weil die exakte Wortwahl für eine Verurteilung des Obersten Gerichts bewies, dass ich die Bemerkungen nicht mit der Absicht getätigt hatte sie zu veröffentlichen, schlug sie dem Obersten Gericht einen wirklich cleveren Ausweg vor. Man könnte doch einfach die Wortwahl des Obersten Gerichtes ändern, damit es so aussähe, als ob ich doch gewusst hätte, dass meine Bemerkungen veröffentlicht werden würden.
Das erinnert mich an ein Buch, das ich dereinst gelesen haben. Es war von George Orwell.
Glücklicherweise schluckte das Oberste Gericht diese intrigante Argumentation nicht, aber die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft solche einen Stunt versuchen wollte macht angst und kann so nur die eine Botschaft an jeden im Lande aussenden, der daran denkt seinen Mund aufzumachen – sogar in seinem eigenen Haus:
Du würdest Dir besser die Dienste des besten Anwalts im Land sichern und Dich darauf vorbereiten zwei Jahre lang vor Gericht zu kämpfen. Und wenn nicht, dann schlagen wir Dir vor besser Deinen Mund zu halten.
Ich habe keinerlei Zweifel, dass die wahren Schuldigen die Medien sind. Wenn sie schon vor Jahrzehnten etwas dagegen gesagt hätten, dann wäre so etwas niemals passiert. Aber von einigen Ausnahmen abgesehen haben sie nichts dergleichen getan.
Das, was wir mittlerweile als "die Mainstream Medien" bezeichnen, ist bis an einen Punkt hin verkommen, an dem es in der Tat eine Bedrohung für unser Leben, unsere Freiheit und unser Streben nach Glück darstellt.
Die vierte Macht sollte als unabhängiger Beobachter der Legislative, Judikative und Exekutive fungieren, ist aber tatsächlich zu einem Teil der herrschenden Elite geworden. Auf beiden Augen erfolgreich erblindet, betrachtet sie es nicht mehr als ihre Pflicht, oder sieht sogar ihren Weg nicht mehr darin die Lügen und Verbrechen der regierenden Elite bloßzustellen, insbesondere da sie, wenn sie dies täte, sich selbst an den Pranger stellen würde.
Eine Studie nach der anderen beweist, dass die große Mehrheit der Journalisten im Westen an einem Gruppendenken leiden, einer Denkweise von Ansichten und Überzeugungen, die die Art, wie sie ihre Arbeit angehen, diktiert. Sie versuchen gar nicht die Öffentlichkeit über das was in der realen Welt passiert zu informieren, sondern sie wollen stattdessen die Bürger erziehen und formen, damit diese sich derselben Denkart bestehend aus vorgefassten Meinungen, so wie es vorgeben, anpassen.
Die unermessliche Vielschichtigkeit der Realität wird unter den Teppich gekehrt, weil die Mainstream Medien sie als außerhalb ihres kollektiven Glaubens ansehen und die daher antithetisch zu den multikulturalistischen, kulturell relativistischen, "grünen" und anti-jüdisch-christlichen Ideologien sind, die sie der Öffentlichkeit aufzuzwingen trachten.
Gelegentlich werden Sie die eine oder andere Geschichte über einen Mord, Verstümmelung oder Vergewaltigung, den Verfall des Staates und unserer öffentlichen Systeme, lesen oder sehen. Aber dies wird niemals in einen Zusammenhang miteinander gestellt. Die Mainstream Medien fragen niemals: Warum ist es dazu gekommen? Was hat dies mit der Masseneinwanderung von Kulturen zu tun, die öffentlich eine Antithese zu unserer eigenen Kultur darstellen? Was hat dies mit dem Islam zu tun?
Und da sich die Mainstream Medien stur weigern diese offensichtlichen Fragen zu stellen, wird die Realität zur Science Fiction Geschichte. Sogar wenn man eine Schießerei in der eigene Straße betrachtet, sogar wenn die eigene Tochter Opfer einer Bandenvergewaltigung auf ihrem Schulweg wird, will man nicht akzeptieren, dass dies zur realen Welt gehört, sondern man betrachtet es als Ausstrahlung von etwas außerhalb der Realität stehendem, von dem man konditioniert wurde dies als das einzig Wahre anzusehen.
Ich habe mich oft über den Betrug der Regierenden und die Lügenpresse beschwert.
Aber das ist ziemlich zwecklos. Es ist wie den Mond anheulen. Die regierende Klasse und die Presse, die ihr zu Diensten ist, wird sich niemals ändern. Sie werden mit der Titanic ausharren, die sie aufgebaut haben und wenn der Rest von uns nicht mit ihnen zusammen untergehen will, dann sollten wir besser andere Schiffe bauen, mit Kapitänen und Mannschaften, die wissen, wie sie den Eisberg umschiffen können.
Meine verehrte Kollegin Ingrid Carlqvist wird Sie im Weiteren darüber aufklären was wir uns ausgedacht haben.
Vielen Dank



