Wien: 20 Jahre Haft für Eifersuchts-Mord an Ehefrau

Kleine Zeitung 18 Juli 2012

Motiv der Bluttat: Eifersucht. Der gebürtige Türke war überzeugt, dass sich die 29-Jährige einen Liebhaber zugelegt hatte, nachdem er infolge einer gerichtlichen Verurteilung 2008 das Land verlassen hatte müssen.

Ein 37-Jähriger, der im Dezember 2011 seine Ehefrau vor den Augen seiner beiden jüngsten Kinder erstochen hatte, ist am Dienstag in Wien wegen Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Motiv der Bluttat: Eifersucht. Der gebürtige Türke war überzeugt, dass sich die 29-Jährige einen Liebhaber zugelegt hatte, nachdem er infolge einer gerichtlichen Verurteilung 2008 das Land verlassen hatte müssen.

Die Hinterbliebenen - das Paar hatte insgesamt vier gemeinsame Kinder - bekamen vom Schwurgericht 25.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der 37-Jährige akzeptierte die Strafe, die Staatsanwältin legte jedoch Berufung ein. Sie fordert lebenslang.

Nach der Abschiebung des Mannes hatten die Partner, die einander 2000 geheiratet hatten, eine Fernbeziehung geführt. Der 37-Jährige wollte, dass seine Ehefrau ebenfalls in die Türkei zurückkehrte, doch diese weigerte sich, Wien zu verlassen, zumal mittlerweile auch ihre Eltern hier lebten. Sie blieb mit den vier gemeinsamen Kindern in Österreich, besuchte aber mehrmals jährlich ihren Mann und verbrachte auch bei diesem die Ferien.

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