DK: Linke Gegendemonstration führte zu über 30 Festnahmen

Mehr als 30 Teilnehmer einer Gegendemonstration gegen eine anti-islamische Gruppe wurden am Samstag in Kopenhagen verhaftet. Die anti-muslimische Organisation Stop Islamisierung von Dänemark (SIAD) hielt am Samstagmorgen eine Demonstration zur Unterstützung der jüdischen Bevölkerung in der Stadt ab, die, wie berichtet wurde, in steigendem Maße von Diskriminierung betroffen ist.

Gegen die wenige Dutzend SIAD Anhänger protestierten hunderte Demonstranten aus antifaschistischen Netzwerken, die zu einer Gegendemonstration gegen SIAD aufgerufen hatten, die sie beschuldigten, die Diskriminierung der Juden zu instrumentalisieren, um ihre rassistische Agenda voranzubringen.

Die Teilnehmer der Gegendemonstration versuchten sich der SIAD Demo zu nähern, aus diesem Grund blockierte die Polizei die Königin Louisen Brücke sowie die Frederiksborg Straße.

Einige der Gegendemonstranten feuerten Leuchtkugeln und römische Lichter und 32 antifaschistische Demonstranten wurden verhaftet.

SIAD und die linksextremen Demonstranten waren schon vorher aufeinandergestoßen, beispielsweise während des europäischen Counterjihad Meetings in Aarhus im vergangenen März, als rechtsgerichtete Gruppen, wie die English Defence League, sich dort versammelt hatten.

Bei dieser Demonstration hatten etwa 4000 Gegendemonstranten die wenigen hundert Teilnehmer, die gegen den Islam protestierten, zahlenmäßig bei Weitem übertroffen.