Video: Deutschlands neue Slums - Das Geschäft mit den Armutseinwanderern - ARD

International Business Times 21 August 2013

Ein Film von Isabel Schayani und Esat Mogul - inland@wdr.de

Dortmund im Frühsommer 2013. Zwei Gestalten laufen durch die Nacht, mit einem Bündel Habseligkeiten. Zuletzt etwas gegessen haben sie gestern, sagen sie. Wo sie schlafen werden? Vielleicht in einem alten Transporter, im Park oder in einem Keller -- wie viele andere Bulgaren und Rumänen auch.

Viele der Alteingesessenen fühlen sich in ihren Vierteln nicht mehr wohl. Sie fürchten den Anstieg von Kriminalität, Prostitution, Menschenhandel. Manche haben Angst vor den Zuwanderern und vor denen, die mit ihnen Geschäfte machen.

Die Reportage begleitet die neuen Armutseinwanderer ein halbes Jahr lang und versuchen herauszufinden, wer an den Menschen "ganz unten" verdient.

Unter welchen Umständen kommen sie nach Deutschland? Wer sind die Leute, die ihnen statt Wohnungen Matratzen oder Kellerlöcher vermieten? Wer lässt sie unter unwürdigen Bedingungen arbeiten, oftmals nur für einen Hungerlohn, wie sie erzählen?

Hausbesitzer in Deutschland kassieren von den Einwanderern aus Rumänien oder Bulgarien massive überhöhte Preise für einen Schlafplatz.

Floriende Busunternehmen in Bulgarien fahren fast täglich mit ihren Kunden nach Deutschland.

Der Chef eines Busunternehmens in Bulgarien erklärt in die Kamera: "Wenn du zu mir sagst, ich brauche 30 oder 40 Leute für irgend eine Arbeit auf dem Bau oder auf dem Feld, dann kann ich dir genau diese Spezialisten finden. Die sammeln wir dann ein. Wir helfen den Menschen und tun was Gutes."

Die Reporter erleben hautnah mit, was EU-Politik für die Menschen vor Ort bewirkt.

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