"Koran ist ein faschistisches Buch" Geert Wilders erläutert Hintergründe seines umstrittenen Islam-Films

Wiener Zeitung 21 Februar 2008
Von Arian Faal

Niederlande: PVV-Chef Geert Wilders erläutert der "Wiener Zeitung" die Hintergründe seines umstrittenen Islam-Films. Wilders provoziert Muslime mit Kurzfilm über den Koran - Kein Verständnis für Verhalten der Politiker
im Karikaturenstreit. Ein Interview ...

"Wiener Zeitung": Sie planen in Kürze die Veröffentlichung eines provokanten Anti-Koran-Films mit dem Titel "Fitna" ("Das Böse"). Welche Beweggründe und Ideen stecken dahinter?

Geert Wilders: Im August 2007 habe ich in einen Artikel für den "Volkskrant"(niederländische Tageszeitung, Anm.) geschrieben, in dem ich gefordert habe, dass der Koran in Holland ähnlich wie "Mein Kampf" – derzeit das einzige Buch, das bei uns auf der Schwarzen Liste steht – verboten werden sollte. Ein Buch gesetzlich zu verbieten, bedarf einer schwierigen Prozedur, weshalb ich in meiner Analyse die dringende Notwendigkeit dafür unterstrichen habe, weil der Koran ein faschistisches Buch ist und verbannt gehört.

Bei diesem Artikel ist es dann aber nicht geblieben.

Genau, im September gab es eine von mir initiierte intensive Parlamentsdebatte zu diesem Thema. Sie verlief sehr emotional. Diese Debatte hat eine landesweite Diskussion über meinen Vorschlag ausgelöst, und da kam mir der Gedanke des Films, um dieses wichtige Sujet mehr Menschen zugänglich zu machen.

Worum geht’s?

Damit die Leute nicht glauben, dass der Koran ein 1500 Jahre altes Buch ist, das heute keine Relevanz mehr hat, werde ich Beweise liefern. Was ich in diesem Film zu vermitteln versuche, ist eine Offenlegung des Korans. Der Koran ist nicht nur das Thema, sondern die Basis des Films. Das heißt, die Handlung spielt sich innerhalb des Korans ab: Ich nehme die Suren und analysiere und kombiniere sie mit echten Bildern aus der ganzen Welt, um zu zeigen, dass der Koran im Unterschied zur Bibel der Rahmen der Gesetzgebung in vielen Ländern ist und dass er dazu verleitet, schreckliche Dinge zu tun. Das werde ich aufzeigen.

Wie lange dauert der Film? Wann und wo wird er zu sehen sein?

Er wird zwischen 10 und 15 Minuten dauern. Zu sehen wird er im März im niederländischen Fernsehen und im Internet sein. Ich verhandle gerade mit vier Fernsehstationen. Sie wollen den Film zuerst sehen, bevor sie ihr Okay geben, aber ich bin zuversichtlich. Wir sind am Ende der Cutting-Phase, und wenn der Film fertig geschnitten ist, geht’s los.

Sie lehnen sich ziemlich weit aus dem Fenster und sprechen immer wieder von einer Hauptbotschaft, die Sie den Menschen mit ihrem Film mitgeben wollen . . .

Mein Leitspruch lautet: Der Islam ist eine gefährliche Ideologie. Da gilt es, entgegenzuwirken und den Nährboden der Gefahr zu erkennen, sprich die Islamisierung Europas zu stoppen.

Mit Ihren provokativen Islam-Sagern beleidigen Sie rund 1,5 Milliarden Muslime weltweit!

Das ist nicht meine Absicht. Aber wenn sie beleidigt sind, dann ist das deren Sache. Ich glaube, dass der Islam mehr Ideologie als Religion ist – auch wenn Milliarden Menschen anders darüber denken mögen als ich. Außerdem unterscheide ich zwischen der Ideologie und den Menschen. Ich verabscheue, wofür der faschistische Islam steht, und glaube auch an keinen moderaten europäischen Islam. Es gibt auch keine Gleichheit der Kulturen. Ich denke, dass die islamische Kultur minderwertiger ist als unsere eu ropäische, sie ist zurückgeblieben.

Muss man denn Kritik an einer Religion auf diese beleidigende Weise zum Ausdruck bringen? Das wird wohl kaum ein Weg sein, um die Betroffenen über allfällige Fehler nachdenken zu lassen. Das schürt wohl eher Gewalt . . .

Also eines zur Klarstellung: Ich hasse niemanden, auch keine Muslime. Ich war schon zehnmal im Iran, im Irak und in anderen arabischen Ländern. Ich bin auch kein Rassist oder xenophob, aber – und das ist meine Leitlinie, die ich mit diesem Film verfolge – ich habe ein Problem mit der islamischen Ideologie. Wir sollten in Europa mehr für unsere Identität kämpfen und stolz sein auf das, was wir sind. In Holland sollte die sogenannte Dutch-Kultur führend sein, was derzeit leider nicht überall der Fall ist. Wenn Sie sich die demographische Entwicklung in der Städten Amsterdam und Rotterdam ansehen, werden Sie feststellen, dass (...)

 
 

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